Vorlesung im Sommersemester 2010: Sprachwandel in der Vormoderne

Mittwoch, 8:30-10 Uhr s. t., KG III - HS 3219

Die Sprache ist das wichtigste kulturelle System einer Gesellschaft: Ihre Struktur prägt einerseits die Wahrnehmung von Realität grundlegend, andererseits aber dokumentieren sich in der Sprachentwicklung auch Veränderungen und Prozesse der sozialen Wirklichkeit. Wer sich also mit dem Sprachwandel in der Vormoderne befasst, betreibt damit auch eine Form von Kulturgeschichte. Bezugspunkt ist dabei die Gegenwartssprache, im Zentrum der Vorlesung stehen allerdings die (auch entfernteren) Vorstufen des Neuhochdeutschen und die in ihnen erkennbaren Wandlungsprozesse auf phonologischer, morphologischer und semantischer Ebene. Besonders großen Raum wird dabei die historische Semantik einnehmen.


Einführende Literatur: Damaris Nübling [u.a.], Historische Sprachwissenschaft des Deutschen. Eine Einführung in die Prinzipien des Sprachwandels, 2., überarb. Aufl., Tübingen 2008.

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