Neue Beiträge

Vortrag: Konkurrenz des Glaubens und des Wissens

Über die "Konkurrenz des Glaubens und des Wissens zwischen Rom und Byzanz. Ostgalizien und Wolhynien im 16. Jahrhundert" spricht am Mittwoch abend im Rahmen der Ringvorlesung des Mittelalterzentrums Juliane Besters-Dilger aus Freiburg. Die Veranstaltung beginnt am 10.02.2010 um 20 Uhr c. t. im Raum HS 1015 (KG I).

Habilitiert

Ich möchte die frohe Botschaft nun auch hier verkünden: Am 27. Januar 2010 hat der Fakultätsrat der Sprach- und Literaturwissenschaftlichen Fakultät der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt meine Befähigung zur Lehre im Fach "Deutsche Sprache und Literatur des Mittelalters und der Frühen Neuzeit" festgestellt und einstimmig die Erteilung der Lehrbefugnis befürwortet.
Damit bin ich nun also habilitiert. Uff.

Geschätzt und verachtet ...

... war die Wigandsche Prachtausgabe des 'Nibelungenliedes' von 1840, die im Zentrum der Antrittsvorlesung von JunProf. Dr. Henrike Manuwald steht. Henrike Manuwald ist Juniorprofessorin in der Abteilung für Germanistische Mediävistik. Natürlich sind dazu wieder auch alle Studierenden herzlich eingeladen.
Die Veranstaltung beginnt am Mittwoch, 3.2.2010, um 12 Uhr c. t. im Hörsaal 3044.

Lehrveranstaltungen im Sommersemester 2010

  • Vorlesung: Sprachwandel in der Vormoderne. Mittwoch, 8:30-10:00 Uhr s. t., KG III - HS 3219. Kommentar
  • Proseminar 'Sprachlich orientierte Lektüre': Minnesang. Dienstag, 14-16 Uhr c. t., KG III - HS 3301. Kommentar
  • Hauptseminar: Tristan. Dienstag, 16-18 Uhr c. t., KG III - HS 3305. Kommentar
  • Examenskolloquium: Mittwoch, 14-16 Uhr c. t., Raum steht noch nicht fest. Zu diesem Seminar melden Sie sich bitte hier an!

Vorlesung im Sommersemester 2010: Sprachwandel in der Vormoderne

Mittwoch, 8:30-10 Uhr s. t., KG III - HS 3219

Die Sprache ist das wichtigste kulturelle System einer Gesellschaft: Ihre Struktur prägt einerseits die Wahrnehmung von Realität grundlegend, andererseits aber dokumentieren sich in der Sprachentwicklung auch Veränderungen und Prozesse der sozialen Wirklichkeit. Wer sich also mit dem Sprachwandel in der Vormoderne befasst, betreibt damit auch eine Form von Kulturgeschichte. Bezugspunkt ist dabei die Gegenwartssprache, im Zentrum der Vorlesung stehen allerdings die (auch entfernteren) Vorstufen des Neuhochdeutschen und die in ihnen erkennbaren Wandlungsprozesse auf phonologischer, morphologischer und semantischer Ebene. Besonders großen Raum wird dabei die historische Semantik einnehmen.


Einführende Literatur: Damaris Nübling [u.a.], Historische Sprachwissenschaft des Deutschen. Eine Einführung in die Prinzipien des Sprachwandels, 2., überarb. Aufl., Tübingen 2008.

Proseminar im Sommersemester 2010: Minnesang (sprachlich orientierte Lektüre)

Dienstag, 14-16 Uhr c. t., KG III - HS 3301

Gar nicht so einfach zu übersetzen ist mittelhochdeutsche Lyrik: Gerade deshalb bietet sie sich für die Erweiterung und Vertiefung von Übersetzungskompetenz und systematischen sprachhistorischen Kenntnissen besonders an. Im Zentrum steht dabei die Syntax des Mittelhochdeutschen, die im Minnesang durchaus auch andere Schwierigkeiten bereitet als in erzählenden Texten. Zum anderen spielt aber auch die historische Semantik eine wichtige Rolle: Im Minnesang hat sich ein Repertoire höfischer Norm- und Wertbegriffe entwickelt, an dem sich die Historizität von Wortbedeutungen, aber auch von "Sprache" überhaupt besonders deutlich erkennen lässt. An diesem Punkt wird auch ein Blick auf die inhaltliche Seite notwendig, denn um die "Sprachlichkeit" des Minnesangs zu verstehen, muss man auch über Minnekonzepte und die Poetik des Minnesangs informiert sein. Im Zentrum steht bei diesem Seminar aber das Übersetzen aus dem Mittelhochdeutschen.

Textgrundlage: Des Minnesangs Frühling [...], bearbeitet von Hugo Moser und Helmut Tervooren, Bd. I: Texte, 38. Aufl. Stuttgart 1988.

Anmeldung über das elektronische Vorlesungsverzeichnis der Uni Freiburg ab 15.02.2010.

Hauptseminar im Sommersemester 2010: Gottfried von Straßburg, 'Tristan'

Dienstag, 16-18 Uhr c. t., Raum KG III - HS 3305



Im ‚Tristan’ Gottfrieds von Straßburg wird nicht nur radikal der Konflikt zwischen Liebe und sozialer Norm auf die Spitze getrieben, im Vorgang des Erzählens verunsichert Gottfried seinen Leser auch auf anderen Ebenen: Wie verläßlich ist Sprache, wenn ein und dasselbe Wort (etwa minne, êre) so viele Bedeutungen haben kann? Wer sorgt eigentlich für den Fortgang der Handlung, wenn keine einzelne Instanz mehr dafür verantwortlich gemacht werden kann? Gottfrieds faszinierender Text führt zu Grundfragen des Erzählens, die im Seminar durch die Entwicklung eines erzähltheoretischen Instrumentariums formulierbar werden sollen. Dazu kommt ein komparatistischer Aspekt: Zumindest ansatzweise sollen weitere Texte und Bildzeugnisse der europäischen 'Tristan'-Tradition vergleichend einbezogen werden.

Textgrundlage: Gottfried von Straßburg: Tristan. Nach dem Text von Friedrich Ranke neu hg., ins Nhd. übersetzt und mit einem Stellenkommentar versehen von Rüdiger Krohn, Stuttgart: Reclam, 3 Bde. (RUB 4471-4473)
Zur Einführung: Christoph Huber: Gottfried von Straßburg, Tristan, 2., verbesserte Auflage, Berlin 2001 (Klassiker-Lektüren 3).

Anmeldung über das elektronische Vorlesungsverzeichnis der Uni Freiburg ab 15.02.2010.

Bei dem Bild handelt es sich um einen Holzschnitt aus dem Jahr 1484 (aus der Inkunabel GW 12819 Historia. Tristan. Tristrant und Isalde. Augsburg: Anton Sorg, 1484): Die Liebenden sitzen in einem schwankenden Schiff, ohne festen Boden unter den Füßen, selbst wenn sie sich nicht auf dem Meer befinden ... Hinweise zu Copyright und Rechteinhabern finden Sie hier.